Wanderung auf dem Panoramaweg

Abstieg nach Bernau-Hof

im Winter gefährliche Kurve für Schlittenfahrer

Ab dem Kohlplatz geht es stetig bergab. Bei Schnee ist der Weg von Bernau-Hof bis hoch zu der Krunkelbachhütte als Winterwanderweg angelegt - ein wirklich tolles Erlebnis, das wir selbst nach einer Silvesterfeier in der Hütte erfahren haben.
Daneben dient der Weg dann als Rodelbahn. Deswegen wird sich so manch Wanderer über ein Schild wundern, das rund 200 Meter vor einem Absturz vor demselben warnt. Denn auch wenn es meistens nicht besonders steil auf dem Weg ist, so können die Schlitten bei einer vereisten Oberfläche doch ein atemberaubendes, gefährliches Tempo erreichen.

Kurz vor der Kurve verlassen wir den Wald und kommen zu einem besonderen Felsen. Das heißt, auf den ersten Blick ist er für uns eher gewöhnlich. Erst durch eine Tafel erfahren wir, dass wir vor verfeldspatete Gneisanatexiten stehen. Wow! Das wollten wir doch immer schon! Nein, ehrlich, an dieser Stelle wäre es sicher von Vorteil, einen Geologen im Schlepptau zu haben, der einem in etwa erklären kann, was es damit auf sich hat. Denn auch wenn es interessant klingt, dass sich das Felsmassiv durch teilweise Wiederaufschmelzung von Gneisen mit Kalifeldspat angereichert hat, so müssen wir doch suchen, bis wir die angeblich gut sichtbaren Kristalle finden - obwohl die einzelnen Kristalle angeblich bis zu vier Zentimeter groß sind.

Etwas anderes erkennen wir dafür auf den ersten Blick: die Landschaft, die sich uns nun auftut, könnte einem Bilderbuch entsprungen sein. Es ist der Wechsel von offener Flur, Nadel-, Laub- und Mischwäldern, es sind die meist sanft geschwungenen Berghänge und die kleinen Plätscherbäche, es ist ganz besonders im Frühling der frische Laubaustrieb der Buchen, welche die Gegend um Bernau so besonders macht. Für Wanderer, die nicht einfach möglichst viele Höhenmeter reißen wollen, ist es ein Genuss, einfach ein Genuss.

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© Lars Freudenthal