Wanderung von Wacht zum Herzogenhorn

Vom Silberberg nach Bernau-Wacht

Silberberg
Aussicht auf die Fichtenwälder am Silberberg

Als der Steilhang etwas zurück tritt und ein Ausrutschen keine Gefahr mehr darstellt, erreichen wir eine Lichtung mit jungen Fichten, aber auch mehreren Felsen, die sich für eine kurze Pause eignen. So können wir in ruhiger Abgeschiedenheit unseren restlichen Proviant mit Blick über das Prägbachtal bis hin zum entfernten Belchen-Gipfel genießen. Zugleich lohnt es sich, die Augen für die kleinen Dinge offen zu halten. So entdecke ich eine Veränderliche Krabbenspinne, die sich im Idealfall gelbe oder weiße Blüten sucht, um ihrer Beute aufzulauern.

kleiner Ausguck
Veränderliche Krabbenspinne (Misumena vatia)

Schließlich mündet der Pfad auf einem breiten Forstweg und folgen wir weiter der blauen Raute zum Rastplatz mit Schutzhütte beim Bernauer Kreuz (1.154 m). Von dort führen Wege wieder hinauf zum Herzogenhorn und der Krunkelbachhütte, zum Gisiboden und Hasenhorn bis zum 8,2 Kilometer entfernten Todtnau und zu zwei Gasthöfen. Wir bleiben auf dem Weg zum Prägbach-Wasserfall (1.124 m).

Wanderweg zum Bernauer Kreuz
Prägbach
Prägbachwasserfall

Der letzte Abschnitt der Wanderung führt über Hofeck zurück zum Wanderparkplatz Wacht. Weil der Weg hinauf zu Hofeck jedoch recht steil ist, entscheiden wir, über den Hummelenloch zum Aussichtspunkt Roter Felsen abzukürzen. Wobei abkürzen... so sicher ist das nicht. Zwar erspart einem der Hummelenlochweg den Anstieg zum Hofeck, sondern verläuft zunächst bergab. Leider aber geht es zu weit bergab, sodass wir ein gutes Stück wieder bergauf laufen müssen, um zum Roten Felsen zu kommen. Erst beim Aussichtspunkt haben wir den letzten Anstieg geschafft, bevor es über die Serpentinen hinunter zum Wanderparkplatz geht und wir nach sechs Stunden (inklusive Pausen) wieder bei unserem Auto ankommen.

Rastplatz am Bernauer Kreuz
Hummelenlochweg

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© Lars Freudenthal