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Hüttenwanderung Feldsee - Rinken - Zastler - Feldberg |
Bei Rinken verlassen wir den breiten Forstweg und folgen dem Nebenwanderweg (gelbe Raute) in Richtung Zastler Hütte. Damit kommen wir zugleich auf den insgesamt sieben Kilometer langen Naturlehrpfad Feldberg. Er wurde 1970 von Professor Ekkehard Liehl eingerichtet und erklärt auf einigen Tafeln unter anderem die geologischen und eiszeitlichen Besonderheiten des Feldbergs. So erklärt eines der Schilder die Bedeutung die Bäume, die mit ihren Wurzeln den Boden und den groben, durch die Verwitterung der Felsen entstandenen Schutt halten.



Auf der nächsten Tafel erfahren wir, wie es zu dem Hakenwuchs einzelner Bäume kommt. Diese seltsam aussehenden Kurven in den Stämmen entstehen durch Schneedruck und Bodenschub, der die Jungpflanzen an den Steilhängen verbiegt. Die Krümmung entsteht, weil der junge Baum nach oben ans Licht zu wachsen versucht. Weitere Tafeln erklären, warum heute immer noch so viele Fichten am Feldberg wachsen, dass hier oben eigentlich ein Berg-Ahorn Mischwald heimisch ist und wo Spuren der Gebirgsbildung in den Felswänden zu sehen sind.


Ein Stück weiter kommen wir an einem ehemaligen Ausblick nach Norden vorbei. Zu sehen sein sollten hier das Roteck (1153 m), der kahle Hinterwaldkopf (1210 m) und dazwischen der bekannte Kandel (1243 m). Leider versperren heute junge Laubbäume den Blick. Ein paar Meter weiter gibt dafür einen neuen Ausblick über das Zastlertal zu den drei genannten Bergen. Lediglich ein toter Baum behindert während unserer Tour noch die ansonsten freie Sicht.


Nachdem wir die Dromedarfichte passiert haben (in deren Nähe außerdem eine große Schildkröte zu erkennen ist), kommen wir wieder auf einen breiten Wirtschaftsweg. Bei freier Sicht auf die so genannte Wechtenkante am Osterrain, von der im Winter Lawinen ins Tal stürzen, spazieren wir weiter bis zur Endmoräne des Zastler-Gletschers. Hier befindet sich eine große, moorige Lichtung, auf der unzählige Sumpfdotterblumen und viele andere, geschützte Pflanzenarten wie Alpenhelm, Alpen-Wollgras, verschiedene Fettkräuter und Orchideen sowie Enzian-Arten wachsen.


Außerdem lädt hier oben, in der herrlichen Landschaft direkt unterhalb des Feldbergs, die Zastler-Hütte (1262 m) der Familie Schindler zum Verweilen ein. Neben einer Vesperkarte mit deftigen Eintöpfen, köstlichen Suppen sowie heißen Würsten mit Brot bietet die Hütte von Mitte Mai bis Ende Oktober Übernachtungsmöglichkeiten für 6 bis 20 Personen im Matratzenlager.
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