Eine Viertelstunde später kommen wir ein zweites Mal beim Wegweiser “Tiefenhäuserner Moor” vorbei. Diesmal folgen wir dem Klosterweg mit der gelben Raute Richtung Häusern. Allmählich, aber beständig steigt der Weg an und kommen wir erneut durch Lichtungen und Mischwälder, bis wir schließlich eine Anhöhe erreichen, von der wir eine schöne Sicht über das Albtal haben. Wenn nur nicht die Motorräder wären, wegen deren Unfallquote schon etliche Warnschilder aufgestellt wurden. Wenn es nach uns ginge, sollte neben den sporadischen Tempokontrollen vor allem auch geprüft werden, wie laut die Dinger sind bzw. strenge Lärmobergrenzen eingeführt werden.
Dafür aber laden zwei Bänke zum Verweilen ein und lernen wir nach einer Pause mit Landjäger und Brot, dass die Bauern früher Fichtenholz zum Räuchern des Schinkens nahmen. Durch den Rauch wurden die Schinken außen sehr dunkel, wenn nicht sogar schwarz. Im Vergleich dazu wird der Schinken beim Räuchern über Buchenholz etwas heller. Wichtiger als die Farbe ist der Geschmack. Um einen leckeren Schinken zu bekommen, lässt man Wacholderbeeren und -zweige, Tannen- und Kiefernzapfen im Rauch aufgehen. Dazu gibt es eine Reihe weiterer Zutaten, die früher meist nur innerhalb der Familie weitergegeben wurden und die auch heute noch möglichst geheim gehalten werden.
Von der Anhöhe, der oberen Albtalschanze, geht es weiter über den Wolfsbrunnenweg bis zum Katzendöbelebuckweg. Hier ist die einzige Stelle, an der das Schild den Schinkenweg nicht ganz eindeutig ausweist. Dabei muss man nur schauen, dass man nach rechts zum Loipenhaus abbiegt und ein Stück auf dem Dreiländerweg läuft. So bleibt man automatisch richtig. Leider entscheiden wir uns, der gelben Raute weiter zu folgen und nehmen damit einen Umweg in Kauf, der uns bis fast nach Höchenschwand führt, bevor wir quasi von der anderen Seite zu dem Loipenhaus kommen.