Das nächste Teilstück der Wanderung führt uns auf die andere Seite der Bundesstraße. Wieder kommen wir durch Wiesen, aber auch durch die Orte Frohnschwand und Oberweschnegg. Es sind zwei der Ortsteile, die zum 11-Dörfer-Weg der Gemeinde Höchenschwand gehören. Damit häufen sich die Möglichkeiten zur Einkehr. So passieren wir bald den Landgasthof Engel, um wenig später den Bauernmarkt zu erreichen. Wer Produkte aus der Region kaufen will, findet im Landkreis Waldshut wohl keinen besseren Ort. Über 50 Landwirte beliefern den Bauernmarkt mit ihre Produkten. Oder wie auf der Infotafel zu lesen ist: “Wer will, kann sich den Bienenstock, von dem der Honig kommt, oder den Backofen, in dem das Bauernbrot gebacken wurde, ansehen.”
Nach dem Bauernmarkt biegt der Schinkenweg links ab und führt uns von der Bundesstraße weg. Allmählich wird es ruhiger, bis wir vor einer Feldhecke nach rechts laufen und uns in einem tiefen Waldeinschnitt eine herrliche Stille empfängt. Nur das Gezwitscher eines Buchfinks ist unter dem Blätterdach zu hören. Bis zur engen Talsohle des Einschnitts ist der Weg angenehm erfrischend. Wenn da nur nicht der steile Anstieg auf der anderen Seite wäre! Gut, es sind nicht so viele Meter Höhenunterschied, die man hier zu bewältigen hat. Ist man schon drei Stunden unterwegs und hat zwei ungewollte und einen gewollten Umweg in die Wanderung eingebaut, kann einem die Steigung aber ganz gut zusetzen.
Als wir den Forst hinter uns gelassen haben, begrüßt uns auf der Höhe eine Kuhherde. Genüsslich zupfen sie Gras und Löwenzahn ab und schauen uns leicht interessiert an. Allzu spannend scheinen wir nicht zu sein, denn schon bald widmen sie sich wieder ihrer mahlenden Arbeit. Von der Weide sind es nur noch wenige Meter bis nach Tiefenhäusern, wo wir nach gut dreieinhalb Stunden mit dem guten Gefühl, ein bisschen für unsere Gesundheit getan zu haben, zurück zum Wanderparkplatz vom Landgasthof Rössle kommen.