Todtnau
Todtnauberg
Hochkopf
Hochkopfhaus
Steinwasenpark
Notschrei
Stübenwasen
Feldberg
Rückweg
Wanderkarte
Höllental
Belchen
Titisee
Feldberg
Schluchsee
Hotzenwald
Bernau
Sankt Blasien
Höchenschwand
Wutachgebiet
Waldshut-Tiengen
Wetter & Links
Kontakt
Gästebuch

Vom Stübenwasen zum Feldberg

Nachdem wir den Stübenwasen überquert haben, liegt vor uns der Feldberg. Wer ihn bereits von der anderen Seite über den Seebuck erklommen ist (oder sich hat hochfahren lassen), wird wohl feststellen, dass die Landschaft auf der Nordseite deutlich schöner ist. Hier stören keine Skilifte, gibt es keine riesigen Parkplätze und auch keine Bettenburg wie den Feldberger Hof. Hier oben ist es ruhig, so dass wir die Natur in vollen Zügen genießen können. In einem Taleinschnitt sehen wir einen Bach, der von Sumpfdotterblumen überwuchert ist, vor uns öffnen sich weite Wiesen und in geringer Entfernung sehen wir die St. Wilhelmerhütte, die sich in das Landschaftsbild einfügt.

Landschaft auf der Nordseite des Feldbergs auf dem Weg zum Feldberg

Direkt unterhalb des Feldbergs gelegen, ist die Sankt Wilhelmerhütte die höchste Hütte in Baden-Württemberg. 1916 errichtet, zählt sie zugleich zu den ältesten Viehhütten im Schwarzwald. Für die meisten Wanderer und Radfahrer aber sie einfach eine schöne Gelegenheit, sich auszuruhen, bevor sie die letzten Höhenmeter hinauf zum Feldberg (1493 m) in Angriff nehmen.

St.-Wilmelmer Hütte

Im Gegensatz zum Stübenwasen und dem weiter südlich gelegenem Herzogenhorn ist der Gipfel des Feldbergs schneefrei. Dabei haben wir tatsächlich das Gefühl, dass es hier oben wärmer ist als auf dem Bergrücken hinter uns. Wohl aber ist es windig genug, um die Überlegung, etwas länger hier oben zu verweilen, schnell mit einem klaren Nein abzutun. Die Hinweistafeln schauen wir uns aber dennoch an und lesen, dass der Hochschwarzwald das letzte Rückzugsgebiet des Braunbären war, bevor er Ende des 16. Jahrhunderts in Baden-Württemberg ausgerottet wurde.

Nicht besser erging es den Wisenten, die aus der Landschaft verschwunden sind und dem Luchs, der seit der Jahrtausendwende allerdings wieder in einzelnen Exemplaren auftritt. Dramatische Folgen für den Wald hatten die Kahlschläge im 18. Jahrhundert. Damals wurde so viel Holz für die Glasherstellung und Köhlereien gebraucht, dass der Schwarzwald innerhalb weniger Jahrzehnte nahezu komplett entwaldet war. Erst als man so gut wie nichts mehr hatte, begann man mit der geregelten Forstwirtschaft. Gerettet hat den Wald aber wohl die Steinkohle, die das Holz zu Beginn des 19. Jahrhunderts in vielen Bereichen ersetzt hat.

<<< zurück - weiter >>>

Übersicht unserer Reise- und Wanderberichte:
Afrika - Asien - Amerika & Karibik - Europa - Länderübersicht - Impressum & Nutzungsbedingungen
© Lars Freudenthal

[Todtnau] [Todtnauberg] [Hochkopf] [Hochkopfhaus] [Steinwasenpark] [Notschrei] [Stübenwasen] [Feldberg] [Rückweg] [Wanderkarte]