Gurtweil mit der Kirche der Gemeinde Judas Thaddäus

Seit jeher lösen mittelalterliche Ruinen bei den Menschen geheimnisvolle, teils gar magische Empfindungen aus. Sie sind gleichermaßen Nahrung für lausbubenhafte Träume wie für verbotene Vorstellungen. Wer sich auf dem Chäppeleweg von Gurtweil ins Schlüchttal begibt, kommt bei der Gutenburg zu einen solchen geheimnisvollen Ort.
Gegründet wurde die Burg im 10. Jahrhundert durch das Kloster St. Gallen und im Jahre 1480 vom Kloster St. Blasien gekauft. Diese allerdings schleiften ihre eigene Burg im Dreißigjährigen Krieg, damit die Gegner nicht von hier aus die Besitztümer des Abtes zerstören konnten.

Von der Gutenburg aus führt der "Hutpfad", benannt nach seiner Funktion als Verbindungsweg zwischen den Rittersitzen, nach Allmut durch eine Landschaft mit atemberaubenden Ausblicken. Schroffe Felsen, kühne Baumgestalten und eine reichhaltige Pflanzen- und Tierwelt begleiten den Wanderer auf diesem Stück des Chäppeleweges.

Kirche St. Sebastian von Aichen Kapelle von Allmut

Auf halbem Weg nach Allmut begegnen sich in Aichen "Neue" und "Alte" Architektur in der Kirche St. Sebastian. Hier wurde das Kirchenschiff in den Jahren 1973 und 74 neu gebaut, während der Turm aus alter Zeit erhalten werden konnte. Drei Kilometer weiter gelangt man zum alten Rittersitz Allmut. Die wenigen Häuser lassen kaum erahnen, welche Macht hier zu Ritterzeiten gewohnt haben mag. Und auch von der Burg Allmut ist so gut wie nichts erhalten geblieben.
Und doch, ausgerechnet durch das heute entlegenen Örtchen Allmut verlief damals eine historische Verbindungsstraße vom Hochrhein nach Freiburg. Von dem damaligen Wirthaus ist heute nichts mehr zu sehen und so zeugt einzig eine kleine Kapelle zu Ehren des Heiligen Wendelin von der ruhmreichen Vergangenheit des Ortes.

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© Lars Freudenthal