Umgeben von einem grünen Gürtel aus alten Streuobstwiesen empfängt Krenkingen den Wanderer auf dem Chäppeleweg zwischen Aichen und dem Steinatal. Deutschlandweit bekannt wurde die nur 250 Seelen zählende Gemeinde durch den Sänger Max Mutzke, der hier seine Kindheit verbrachte.

Kapelle St. Oswald in Detzeln

Aber auch schon zu früheren Zeiten kam Krenkingen eine weitaus höhere Bedeutung zu, als sich heute erkennen lässt. Zumindest für die Tiengener, ihre Stadt nämlich wurde seinerzeit durch die Herren von Krenkingen gegründet.
Zwischen den Höfen des Dorfes wunderschön gelegen, führt der Chäppeleweg zur Kirche St. Nikolaus. In der Kirche selbst lässt sich ein Zeugnis spätbarocken Schaffens von Gotthard Hilzinger betrachten.

Über die Hohlgasse gelangt der Wanderer nach zwei Kilometern zur St. Oswald Kapelle in Detzeln. Die kleine Kapelle am Wegesrand wurde auf dem ehemaligen Standort einer kleinen Burg errichtet. Um diesen Platz für ein Gotteshaus zu nutzen, ließ Freiherr Marquard im Jahre 1152 hier ein Augustiner-Chorherrenstift errichten, aus welchem schließlich die St. Oswald Kapelle hervorging.

Kirche Maria Königin in Detzeln Kapelle St. Georg von Breitenfeld

Wenige Meter weiter kommt man in einen noch weitgehend naturbelassenen Abschnitt der Steina. Harmonisch schlängelt sich der unbegradigte Fluss durch die Landschaft. Besonders an heißen Sommertagen eine erfrischende Gelegenheit, einmal die müden Füße in das kühle Wasser zu strecken.
Nach einer kurzen Erholung führt der Chäppeleweg an der Kirche Maria Königin vorbei und geleitet den Wanderer nach etwa zweieinhalb Kilometern in Breitenfeld zur Kapelle St. Georg. Schon im 16. Jahrhundert hatten die Breitenfelder ihre Kapelle unter den Schutz des Drachentöters gestellt, das heutige kleine Gotteshaus jedoch wurde erst 1861 errichtet.

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© Lars Freudenthal