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Chäppeleweg - von Gaiß bis Oberalpfen |
Wer von Gaiß in das Eschbacher Tal hinabblickt, dem wird sich eine Landschaft wie aus dem Bilderbuch zeigen: wo im Frühling die Obstbaumblüte den Wanderer erfreut, reifen derzeit Zentnerlasten von Äpfeln und Birnen heran. Dazwischen schmiegen sich behäbige Schwarzwaldhöfe in die Hänge. Aber auch friedlich grasende Rinderherden erfreuen das Herz des Wanderers.


In dieser wunderschönen Gegend findet sich die St. Michaelkapelle von Gaiß. Die Kapelle entstand im Jahre 1830 und verrät dem Besucher, was unter einem "Christus in der Rast" zu verstehen ist: in ihrem Innern besitzt die St. Michaelkapelle dieses Bildmotiv als Altarfigur, welches Christus ermattet vor der Kreuzigung zeigt.
Über die Oberalpfener Straße, dem "Diggelholz" sowie der Kohlstraße gelangt der Wanderer nach knapp drei Kilometer nach Oberalpfen. Mitten im Ort, umgeben von wenigen alten Obstbäumen sowie einer serbischen Fichte steht seit 1730 die Johanneskapelle. Sie ist die zweitgrößte Kapelle des Kirchspiels Waldkirch und gilt durch einen ersten Kirchenbau aus dem Jahre 1497 als eine der ältesten Kapellen entlang des Chäppeleweges.


Eigentlich nur zwei Kilometer entfernt, diese aber über die Schwarzwaldstraße beziehungsweise eines Landwirtschaftsweges steil ansteigend, befindet sich eine Feldkapelle nahe der Bundesstraße B 500. Zum Unmut der Gläubigen wartet die kleine Kapelle mit einer ganz besonderen "Lüftelmalerei" auf. Diese nämlich stellt sich leider in Form von wilder Graffiti dar, was neben der Lust an Verschandelung privaten Eigentums beweist, dass die Gegend nicht ganz so abgeschieden ist, wie sie vielleicht auf dem ersten Blick hin wirkt. Als kleiner Trost für das Auge bietet sich von hier aber auch ein herrlicher Ausblick über Ober- und Unteralpfen, Remetschwiel sowie über das Albtal.
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