Nicht selten sind Wanderer überrascht, wenn sie nach Waldkirch kommen. Viel zu groß erscheint die Kirche "Mariä Himmelfahrt", als dass sie nur für die wenigen umliegenden Häuser errichtet werden konnte. Die Erklärung liefert die Geschichte des Hauensteiner Geschlechtes, welches das im 13. Jahrhundert errichtete Gotteshaus in den Rang eines zentralen Kirchenortes und in ihrer Bedeutung damit über den Kirchen der umliegenden Dörfer emporhob.

Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Waldkirch

In Waldkirch selbst steht der Wanderer vor der Wahl: entweder lässt sich auf der sonnigen nördlichen Seite des Tales über einen leicht ansteigenden Weg, vorbei an der Grillhütte am Pfannenstil nach Schmitzingen wandern. Oder, wenn man ein wenig schattiger mag, führt ein zweiter Weg über das Oberholz und entlang des Seltenbaches bis nach Schmitzingen. Eines aber gilt für beide Wege: ab und zu umschauen lohnt sich, ergeben sich doch immer wieder schöne Ansichten der Kirche "Mariä Himmelfahrt".

Lohnenswert ist die Wanderung von Waldkirch nach Schmitzingen vor allem auch an kühlen Herbst- und Wintertagen, wenn der Morgennebel noch wie eine Glocke über der Stadt Waldshut liegt und hier und da bereits kleine Waldkuppen aus dem Dunst herausragen.

Feldkapelle nahe der B500 Blick auf das winterliche Waldkirch

In Schmitzingen angekommen, führt der Chäppeleweg zur St. Josephskapelle, die wie eine kleine Walliser Bergkirche inmitten der steil gelegenen Ortschaft emporragt. Verstärkt wird dieser Eindruck noch durch den 25 Meter hohen Kirchturm der Kapelle. Erst im Jahre 1953 wurde die Kapelle von heimischen Handwerkern errichtet. Kein Wunder also, dass der gemeinschaftlich geschaffene Versammlungsort nach dem Schutzheiligen der Handwerker, dem heiligen Joseph, benannt ist.

in Schmitzingen

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St. Josephskapelle in Schmitzingen

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© Lars Freudenthal