Chäppeleweg - von Waldshut nach Eschbach

Wanderung Waldshut - Eschbach (T2)

Die erste Etappe des Wanderwegs beginnt mitten in Waldshut auf dem Viehmarktplatz nahe des Unteren Tores (auch Basler Tor genannt). Von hier aus unterqueren wir die Bundesstraße B34, und laufen das erste kleine Teilstück entlang der Bahnlinie Basel-Schaffhausen-Singen. Nach wenigen Minuten passieren wir das Landratsamt. Ein paar Meter weiter kommen wir durch die zweite Unterführung auf die andere Seite der Gleise, von wo wir durch den Ortsteil Liedermatte in die offene Flur zwischen Dogern und Waldshut gelangen. Der früher einmal angebaute Wein zählt zwar längst zur Vergangenheit, das frühere Weingut aber ist noch erhalten.

Start nahe des Unteren Tors auf dem Viehmarktplatz

Bei dem Weingut biegt der Weg nach rechts ab und führt durch die Wiesen des Eschbacher Tales in den Wald. "Früher war der ganze Hang zwischen Waldshut und Dogern mit Reben bestanden", berichtet Franz Falkenstein, der heute auf dem alten Weingut lebt. Im Wald angekommen, durchwandern wir ein altes Grubenfeld. Links des Weges sind Wuren zu erkennen, die früher der Bewässerung dienten, während sich rechts des Weges insgesamt sieben kleine Wehre befinden. "Die Wuren dienten damals der Wiesenbewässerung. Das gab dann im Sommer immer wieder Ärger, weil dann unten am Kraftwerk kein Wasser mehr ankam."

Wenige Meter weiter kommen wir zu einer Grube, in welcher bis zum Jahr 1895 Mühlsteine abgebaut wurden. Direkt neben dem Eingang befindet sich noch das alte Arbeiterhaus mit Schmiede aus dem Jahr 1860. "Hier haben wir dasselbe Gestein wie auf Helgoland", erläutert Falkenstein, "einzigartig an der Grube ist, dass sowohl der Bodenstein als auch der Mühlenstein hier abgebaut werden konnte." Im 19. Jahrhundert wurden die Mühlsteine bis nach England, Preußen, Ungarn und Frankreich geliefert. Erst durch den Bau der Eisenbahn bekam die Grube durch Pariser Champagnergestein so starke Konkurrenz, dass der Abbau eingestellt wurde.

Kleine Kapelle nahe der B500 bei Waldkirch Apfelbäume im Eschbacher Tal

Nach insgesamt 1.200 Meter Wegstrecke erreichen wir eine Kreuzung mit Wegmöglichkeiten nach Oberalpfen, Eschbach, Dogern und Waldshut. Von hier lässt sich der Blick über die verschiedenen Täler schweifen. Im Rheintal ist das schweizerische Zurzach durch seinen Turm im Ort gut zu erkennen. Hier führt der Chäppeleweg, vorbei an alten Apfelbäumen, zur Ziegelhütte. Nach dem steilen Aufstieg wird die Ziegelhütte mit ihrem schattigen Biergarten gerne für eine kühle Erfrischung genutzt, bevor der Weg – wieder bergab – an dem Obstbaumlehrpfad der BUND-Ortsgruppe Waldshut-Tiengen vorbei bis nach Eschbach, dem Ziel des Teilstückes, führt.

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© Lars Freudenthal

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