Wanderung durch die Gauchachschlucht

oberer Ausgang der Gauchachschlucht

Guggenmühle
Guggenmühle

Oberhalb der ehemaligen Lochmühle (von ihr ist leider so gut wie nichts mehr erhalten) öffnet sich die Schlucht allmählich, bis wir auf Höhe der Guggenmühle die ersten saftigen Fettwiesen erreichen. Die Besichtigung der Guggenmühle bleibt uns allerdings leider verwehrt. Zwar bittet uns ein netter Herr (da oben war gerade irgendeine seltsame Veranstaltung) zunächst herein. Kaum haben wir einen Blick auf die alten Balken und eine Bilderausstellung geworfen, kommt aber schon eine Frau herbeigerannt und erklärt uns schroff, dass dies hier alles privat sei und wir doch bitte wieder gehen sollten.

Wiese oberhalb der Gauchachschlucht
Wiese oberhalb der Gauchachschlucht

Der letzte Abschnitt des Wanderwegs führt uns durch reich blühende Wiesen mit Löwenzahn und Wiesenschaumkraut, bevor wir den Wanderparkplatz unterhalb des alten Posthauses an der B31 erreichen. Hier oben lädt dann auch endlich mal eine Bank zu einer kurzen Rast sowie einem Mühlespiel auf einem steinernen Tisch ein.
Außerdem gibt es an der Bundesstraße einen geologischen Klopfplatz mit versteinerten Tieren, den Resten Millionen Jahre alter Pflanzen, aber auch Fußabdrücke, Fressspuren und mehr.

Lochmühlekapelle, auch Lochmüller Kapelle
Wasseramsel im Anflug auf ihren Nistplatz

Auf dem Rückweg kommen wir zur Kapelle der ehemaligen Lochmühle. Sie ließ der Lochmüller Mathias Oschwald errichten, nachdem ein Hochwasser im Jahr 1804 den Stall und die Scheune der Mühle wegrissen, der erst siebenjährige Michael Oschwald, ein Lehrjunge und ein Kuhhirt ertranken, die restliche Familie aber verschont blieb.
Da die Leichen der drei Ertrunkenen nie gefunden wurden, ließ der Lochmüller eine Gedenktafel anfertigen, um ihrer zu Gedenken. Anno 1895 besiegelte ein weiteres starkes Hochwasser das Ende der Lochmühle.

Übersicht unserer Reise- und Wanderberichte:
Afrika - Asien - Amerika & Karibik - Europa - Länderübersicht - Impressum & Nutzungsbedingungen
© Lars Freudenthal