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Einkehren für Hartgesottene

Die etwas andere Hüttenwanderung am Feldberg 1/4

Männertouren im Schwarzwald

Diese Wanderung ist auch Teil des Wanderführers »Männertouren im Schwarzwald«. Gleich vorweg: die in dem Buch beschriebenen Touren eignen sich natürlich auch für Frauen. Ein paar der Wanderungen zielen sogar extra auf schöne gemeinsame Stunden in den Bergen. Im Vergleich zu anderen Wanderführern sind die Männertouren jedoch deutlich lockerer und auch lustiger geschrieben. Die Touren sind im Schnitt etwas anspruchsvoller, lassen sich durch Abkürzungen aber entschärfen. Was uns jedoch viel wichtiger ist: Neben den eigentlichen Wegbeschreibungen machen die Texte richtig Lust, die Landschaft zu erobern.

Bei dieser Runde um den »Höchsten« (und drüber hinweg) kann man sich einen schweren Rucksack sparen. Denn über Stock und Stein führt diese Wanderung von einer schön gelegenen Hütte zur nächsten. Möglichkeiten für eine zünftige Einkehr braucht man damit nur ergreifen.

Wie ein Magnet zieht der Feldberg Wanderer, Ausflügler und Urlauber nicht nur an den Wochenenden, sondern auch unter der Woche an. Entsprechend früh sind die Parkplätze auf der Passhöhe und zwischen Feldberger Hof und dem Haus der Natur belegt.

Aufstieg zum Höchsten im Schwarzwald
Aussicht beim Feldberg-Gipfel

Vor allem während der Ferienzeit geht es dann hektisch am Fuße des Seebucks zu. Doch der Ausweg ist nah: jenseits der Lifte, hinter der Seebuckhütte, zweigt links ein Stichweg zum Felsenweg ab. Vielleicht liegt dies an der großen Steigung (der Aufstieg erfolgt senkrecht zu den Höhenlinien).

Vielleicht aber auch daran, dass die meisten Wanderer den Abzweig übersehen, ist nicht bekannt. Tatsache ist, dass eine Strecke von lediglich 300 Metern ausreicht, um sowohl rasch an Höhe als auch an Abstand zum Gewusel zwischen Seebuckhütte, Feldberger Hof und dem Haus der Natur zu gewinnen.

Aufstieg von der Seebuck-Hütte zum Felsenweg
Felsenweg am Feldberg
in Scheiben geschnittenes Holz zur Wegbesfestigung

Nach dem Abzweig auf den Felsenweg ändert sich schließlich die gesamte Szenerie. Der von Wurzeln und Steinen geprägte Pfad erfordert Trittsicherheit. Belohnt wird diese mit Ruhe und einer Natur, so wild, dass man sich fast in einer anderen Welt wähnt. In gewisser Weise stimmt das sogar. Denn der Felsenweg führt durch das Feldseekar.

Das ist der Bereich des Feldbergs, der in der letzten Eiszeit so stark überformt wurde, dass senkrecht abfallende Felswände entstanden. 200 bis 250 Meter unterhalb vom Felsenweg befindet sich der Feldsee, der größte Karsee im Schwarzwald. Allein die dichte Vegetation des Bannwalds bewahrt uns vorm schwindelerregenden Blick in die Tiefe.

Aussicht vom Felsenweg auf die Karwand des Feldbergs
Totholzinsel am Feldberg
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