Waldshut-Tiengen am Hochrhein

Brücke zur Schweiz und Tor zum Schwarzwald

Waldshut-Tiengen bezeichnet sich gerne als Brücke zur Schweiz und Tor zum Schwarzwald. In der Waldstadt (Waldshut) enden beide Varianten des Mittelwegs und treffen der Hotzenwaldquerweg, der Hochrhein-Höhenweg und der Küssaburgweg aufeinander.

Diese geballte Ladung an Wanderwegen lässt die Stadt am Hochrhein auf dem ersten Blick wie ein Eldorado für Wanderer erscheinen. Leider kann die Realität die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Symptomatisch für das verbesserungswürdige Wegenetz ist der Chäppeleweg.

Hochrhein bei Waldshut

Im Sommer 2005 wurde der Rundweg, der alle Ortsteile von Waldshut-Tiengen miteinander verbindet, stolz eröffnet. Später jedoch wurde die Broschüre zurückgenommen und erklärte mir der Verantwortliche von der Tourismusinfo: »Wir können kein Produkt bewerben, das nicht funktioniert.« Wir haben den Weg auf unseren Seiten gelassen, gestehen aber ein, dass die nicht beschilderte Runde einem einiges an Improvisation und ein gutes Orientierungsvermögen abverlangt.

Tanzvorführung am Heimatabend vom Tiengener Schwyzertag
das Waldshuter Männle der Chilbi

Damit bleiben die Feste, für welche sich ein Besuch von Waldshut-Tiengen lohnt. So haben sich in Tiengen die Hoorige Messe mit dem Narrengericht, der Schwyzertag und der Tiengener Sommer - ein Jazzfestival mit mehreren Bühnen unter freiem Himmel - zu wahren Publikumsmagneten entwickelt. Ebenfalls einige Besucher kommen in die Einkaufsstadt Waldshut, um an der Waldshuter Chilbi teilzunehmen oder in der Adventszeit eine Runde auf dem Weihnachtsmarkt zu drehen. Besonders schön finden wir hier die vielen Stände, die aus dem Erzgebirge sowie inzwischen auch aus Italien an den Hochrhein reisen. Mit ihnen wird die sonst nur allzu oft mit Tischen und Stühlen stark eingeengte Fußgängerzone zu einer adventlichen Flaniermeile, auf dem man sich gerne aufhält.

VG Wort