Anzeige

Aufstieg zum Räuberschlössle

Wanderung Lotenbachklamm - Räuberschlössle - Lenzkirch 3/6

Zurück im Wald, wird der Wanderweg schmaler. Auch steigt er wieder ein paar Meter an, bis wir auf 720 m Höhe das Räuberschlössle erreichen. Allzu viel darf man von dem Schlössle allerdings nicht erwarten. Denn es handelt sich lediglich um eine Felsenburg,

die im 14. Jahrhundert als Neu Blumegg von den Herren von Blumegg auf einem steilen Quarzporphyrfelsen errichtet wurde, um im Bauernkrieg von 1525 zerstört zu werden.

Kleines Immergrün (Vinca minor)
Räuberschlössle

Nachdem die Ritter ihre vermeintlich uneinnehmbare Festung aufgegeben hatten, diente die Burg üblen Gesindel als Unterschlupf, das von hier aus die umliegenden Dörfer überfiel. Wegen ihnen bekam die Festung später den Namen Räuberschlössle, wie ein Schild vor Ort informiert.

Bis auf ein paar Mauerreste blieb von der Burg so gut wie nichts erhalten. Lohnen tut sich der kurze Abstecher zur Burg damit hauptsächlich wegen des hübschen Tiefblicks hinab auf die Wutach.

Männliche Haselblüte
Schluchtensteig - Wegabschnitt über die Glöcklerhalde
Weiße Pestwurz (Petasites albus)

Vom Räuberschlössle führt der Weg wieder hinab bis zur Stallegger Brücke (700 m), deren Name an eine weitere Burg erinnert, welche die Ritter von Stallegg errichteten, um den Verbindungsweg von Schluchsee nach Löffingen zu kontrollieren. Der Übergang soll bereits 1500 vor Christus Teil des alten Handelswegs vom Neckar zum Hochrhein gewesen sein.

Ab Mitte des 13. Jahrhunderts taucht die Stallegger Brücke dann immer wieder in historischen Dokumenten auf, welche die einst hohe Bedeutung des Übergangs für Händler wie auch für aufständische Bauern belegen.

Blick vom Räuberschlössle hinab auf die Wutach
Stallegger Brücke
Anzeige