Wanderungen im Höllental

Wandern in den Gemeinden Hinterzarten und Breitnau

Hofgut Sternen im Höllental

Lang ist es her, dass die Menschen einen tiefen Schrecken bekamen, wenn sie auf ihren Weg das Höllental durchqueren mussten. Dunkle Gestalten, Wegelagerer und Halunken sollen hier einst ihr Unwesen getrieben und die wenigen Händler überfallen haben. Seinen Namen erhielt es jedoch erst im 18. Jahrhundert, als französische Soldaten das enge, urwüchsige und durch Steinschläge und Hochwasser oft schwer passierbare Tal Val d’Enfer nannten.

Den größten Schrecken hat das Höllental längst verloren. Und doch sind die scharfen Kurven der B31 immer noch tückisch. So sehen wir bei unserer Anreise mit dem Zug von Hinterzarten nach Himmelreich einen Lkw, der in einer der Kurven einfach umgekippt ist. Den Witz, er könne nicht weiterfahren, weil der Außenspiegel kaputt ist, fand der Fahrer da sicherlich gar nicht witzig.

Ravennaschlucht
Breitnau

Auch muss das Höllental hin und wieder für ein paar Tage gesperrt werden, damit loses Steinmaterial von den steil aufragenden Felsen geräumt werden kann. Für Wanderer und Naturliebhaber jedoch bietet das Höllental neben der guten Verkehrsanbindung ein gut ausgebautes Wegenetz. Das gilt insbesondere auch für die auf einer sonnigen Hochfläche gelegenen Bereiche der Gemeinde Breitnau. Mit Sicht nach Süden zum Feldberg laden hier durchweg familienfreundliche Wege zum Wandern und Spazieren ein. Zusammen mit dem Hallenbad, der Glasmanufaktur beim Hofgut Sternen oder dem Ödenbacher Bähnle bietet die Gemeinde Breitnau damit reichlich Möglichkeiten, hier eine schöne Zeit zu verbringen.

Wanderungen im Höllental und den Gemeinden Hinterzarten und Breitnau

Wanderung von Himmelreich nach Hinterzarten

Von Himmelreich über den Piketfelsen nach Hinterzarten

Die Wanderung startet beim Bahnhof in Himmelreich und führt uns zunächst hoch auf den Frauensteigfelsen. Nach der schönen Aussicht geht es über das Pfaffeneck und den Nessellachen auf den Piketfelsen, einem weiteren markanten Aussichtspunkt über dem Höllental. Ab dort folgen wir der Beschilderung über die Kaiserwacht sowie auf bequemen Wegen entlang der Oberen Ravenna bis Hinterzarten. Für den Rückweg nutzen wir die Höllentalbahn.

Gehzeit 5-6 Stunden, Distanz 16,5 km, 850/400 HM, Schwierigkeitsgrad T2-3

Wanderung durch die Ravennaschlucht

Wanderung durch die Ravennaschlucht

Die Ravennaschlucht zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen im Schwarzwald. Bei dieser Wanderung starten wir beim Hofgut Sternen in Höllsteig. Nachdem wir die Bahnlinie unterquert haben, trennen uns nur noch wenige Schritte von der romantischen und wilden Schlucht. Im Anstieg passieren wir erst den großen, dann den kleinen Wasserfall. Oberhalb folgen wir dem Wildbach über die Ravennasäge bis in den Weiler Ödenbach und ab dort der Beschilderung über das Steiertenhäusle nach Hinterzarten. Auf dem Rückweg lernen wir im Löffeltal historische Mühlen bzw. Sägen kennen.

Gehzeit 3 Stunden, Distanz 10 km, 350 HM, Schwierigkeitsgrad T2

Wanderung zum Heiligenbrunnen

Wanderung von Ödenbach zum Heiligenbrunnen

Als Ausgangspunkt dieser Wanderung haben wir Ödenbach gewählt. Ab dem kleinen Wanderparkplatz geht es zunächst zum Baschihof über die B500 zum Steiertenhäusle. Dort biegen wir links ab und folgen den Wegweisern zum Heiligenbrunnen. Nahe der Kapelle der Heiligen Notburga laden das gleichnamige Gasthaus und das Wanderheim Berghäusle zu einer entspannten Einkehr ein. Weite geht es über die Fürsatzhöhe nach Dietschenberg und ab dort am Trescherhöhhäusle vorbei bis zur Fahrenberger Höhe. Der Rückweg erfolgt ab der aussichtsreichen Anhöhe links über Ankenbühl nach Ödenbach.

Gehzeit 4.30-5 Stunden, Distanz 15,5 km, 400 HM, Schwierigkeitsgrad T2

Leichte Wanderung an den Mathisleweiher

Wanderung an den Mathisleweiher

Die Wanderung zum Mathisleweiher gleicht in weiten Teilen einem lockeren Spaziergang. Nach dem Start in Hinterzarten erfordert lediglich der kurze Abstecher zum Kreuz Vincenz Zahn ein wenig Trittsicherheit. Danach steigt der Weg beständig leicht bergan bis zum Windeck an, eh es wieder ein paar Meter bergab bis zum Wegweiser Häuslebauer geht. Mit Sicht zu den höchsten Lagen im Schwarzwald wechseln wir dort links auf den Westweg bis zum Wegweiser Stuckwald. Rechts ab trennen uns dort nur noch wenige Schritte vom der Mathisleweiher. Der Rückweg nach Hinterzarten erfolgt über den Mathislehof und die Keßlerhalde.

Gehzeit 3.45-4 Stunden, Distanz 12,5 km, 220 HM, Schwierigkeitsgrad T1-2

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