Wanderung über den Hohkelch nach Neuenweg

Variante ab dem Belchen über den Lünzmann Platz

Nachdem wir vom Haupass zum Belchen hinauf gewandert sind, wechseln wir beim Belchenhaus auf die Wanderung vom Belchen über den Hohen Kelch und das Heubronner Eck hinunter nach Neuenweg.

Damit folgen wir zunächst der roten Raute des Westwegs Richtung Hohkelch. Um nicht am Ende der Tour vom Heubronner Eck wieder ein ganzes Stück bergauf laufen zu müssen, folgen wir jedoch später der Beschilderung nach Neuenweg und steigen von dort zum Wanderparkplatz Haupass hinauf.

großer Belchenrundweg
Maulbeerbäume am Wegesrand

Zunächst aber verlassen wir den Trubel am Belchenhaus, lassen den Belchengipfel (1.414 m) rechts liegen und spazieren ein Stück weit über den bequemen Belchenrundweg. Große Heidefluren mit Blaubeerbüschen und niedrigem Wacholderarten begleiten den Weg.

Bald gesellen sich vereinzelt niedrige Tannen und Maulbeerbäume dazu. Auch begegnen wir einigen anderen Wanderern jedes Alters, da sich der Abschnitt bis zum Rapsfelsen (1.328 m) ohne Mühe bewältigen lässt. Wer Ruhe sucht und nicht Teil eines belagerten Aussichtspunktes sein möchte, muss daher noch ein Stück weiter wandern.

Maulbeerbaum
Wegweiser auf dem Hohkelch
Ausblick nahe dem Hohkelch

Also steigen auch wir an der Westseite des Belchens ab und durchqueren einen in weiten Teilen abgestorbenen Fichtenwald. Ob es der Borkenkäfer bis in diese Höhe geschafft hat, solche Schäden anzurichten, oder die Fichten doch am Wassermangel zugrunde gegangen sind, wissen wir nicht.

Wohl aber, dass sie einfach tot stehen oder liegen gelassen werden, wo sie den Waldbewohnern als Totholzinsel dienen, unter denen sich ein standortgerechter Wald entwickelt.

Rapsfelsen (1328 m)
Pause auf dem Hohkelchsattel

Als wir den Wald durchquert haben, kommen wir auf den Hohkelchsattel (1.245 m). Von hier gibt es verschiedene Möglichkeiten: über den Feuersteinfelsen ins Münstertal, vorbei am Haldenhof zum 16,5 km entfernten Blauen oder über den Heideckfelsen nach Neuenweg.

Die letzte Variante ist unsere. Bevor es weiter geht, gönnen wir uns aber endlich die verdiente, stille Rast.

Hohkelch, Lünzmann Platz und Richtstatt

Gut erholt sparen wir uns die 21 Meter Aufstieg zum Hohkelch (1.264 m) und verlassen den Hohkelchsattel Richtung Heideckfelsen und Neuenweg. Diese Seite des Belchens ist deutlich mehr bewaldet als der Aufstieg von Hau, sodass es hier nur wenige Ausblicke in die Täler gibt.

Eine Ausnahme ist der Lünzmann Platz mit freier Sicht ins dicht bewaldete Langenbachtal und zum ebenso stark bewaldeten Wolfliskopf (870 m).

Aussicht vom Lünzmann Platz
Maulbeerbaum kurz vor der Blüte

Zehn Minuten weiter oder einen Kilometer ab dem Hohen Kelch treffen wir auf Stück einer historischen Grenzmauer. Bis auf eine wacklige Reihe aufeinander geschichtete Felsbrocken und einem Grenzstein mit badischen Zeichen ist freilich nicht mehr viel zu erkennen.

Also müssen wir uns auch nicht aufhalten und passieren in 400 Meter Entfernung den Heideckfelsen (1.182 m).

historische Grenzmauer
hier geht es nach Neuenweg

Bald kommen wir zum Richtstatt (1.050 m), einem Waldplatz, auf dem sich mehrere Wanderwege kreuzen. Hier wechseln wir auf die gelbe Raute bzw. dem Grundwaldweg. Da das Hinweisschild die Richtung nicht ganz eindeutig zeigt: es ist der untere der beiden Wege nach Osten. Der obere ist der Große Belchenrundweg, der zu den Belchenhöfen und nach Untermulten führt.

Beide Wege haben jedoch gemein, dass sie recht breit sind und durch einen eintönigen Forst verlaufen. Damit ist Grundwaldweg auf den nächsten 1,6 Kilometer besser für Radfahrer als für Wanderer gedacht.

wenig reizvoller Waldweg
Hurra, der eintönige Wald liegt hinter uns

Neuenweg

Alm nahe Neuenweg
Bergwiesen satt

Erst beim Schlossboden (890 m) kommen wir wieder ins Freie. Wer an einem sonnig warmen Tag unterwegs ist, wird es hier besonders merken. Denn nach der kühleren Luft im Wald wird es beim Schlossboden spürbar wärmer.

Der Ausblick über die Almwiesen nach Neuenweg und Richtung Nonnenmattweiher aber entschädigt für die plötzliche Hitze. Außerdem gibt es auch hier eine hübsch gelegene Sitzbank beim Eck (849 m), auf der wir uns die mitgebrachten Äpfel schmecken lassen.

Abgang nach Neuenweg
Neuenweg (720 m)

Wer noch genug Ausdauer hat, kann beim Eck einen Abstecher zum 1,6 Kilometer entfernten Nonnenmattweiher unternehmen. Da wir aber erst nach Neuenweg bis auf 720 Meter hinabsteigen müssen, um auf der anderen Seite des malerisch gelegenen Ferienortes in der Sonne wieder bis auf 825 Meter hinauf müssen, sparen wir uns den Nonnenmattweiher für unsere nächste Tour auf.

Die richtige Entscheidung, wie wir bald merken. Denn der Anstieg auf den Haupass erfolgt auf nur 800 Meter Wegstrecke, was einen Steigung von im Schnitt gut dreizehn Prozent entspricht.

Wegweiser oberhalb von Neuenweg
kleines Stauwehr in Neuenweg
Bachwiese in Neuenweg

Anfahrt und Anforderungen der Wanderung

Die Wanderung über den Hohkelch nach Neuenweg beginnt bei der Bergstation der Belchenbahn. Die Anfahrt zur Talstation erfolgt über die B 317 Schönau - Todtnau. Zwischen Schönau und Utzenfeld auf die L 142 abbiegen, dann der Beschilderung zur Belchenbahn folgen. Die Wanderung kann auch als Anschluss an die Wanderung von Hau auf den Belchen begangen werden. Die sonst nötige Busfahrt von Hau über Schönau zur Talstation entfällt dann.

AusgangspunktBelchenhaus (1360 m)
KoordinatenN 47.82160, E 7.85050 (Talstation Belchenbahn)
Gehzeit2.30 - 3 Stunden
Distanz6,3 km bis Neuenweg (720 m) oder 7 km weiter bis Hau (825 m)
Anstiegeca. 200/700 HM
GradT2
EinkehrBelchenhaus, in Neuenweg
gps-DatenWanderung Hohkelch Neuenweg gpx
kml-DatenWanderung Hohkelch Neuenweg kml

Wanderkarte Hohkelch und Neuenweg

Höhenprofil

Steigungsprofil

VG Wort