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Wanderung über den Feldberger Felsenweg

Auf der wilden Seite des Feldbergs

Einstieg auf den Feldberger Felsenweg
Felsenweg am Feldberg
Feldberger Felsenweg

Um auf den Feldberger Felsenweg zu kommen, starten wir erneut beim Haus der Natur. Nach einem kurzen Stück auf der Westwegvariante biegen wir diesmal jedoch bei der Seebuckhütte links in Richtung Seebuck und Feldberg ab. Damit gewinnen wir auf den nächsten Metern rasch an Höhe - was wir ganz schön in die Beine geht.

Farne und Hochstaudenflur unterhalb des Seebucks
Ausblick vom Felsenweg

Nach 400 Metern zweigen wir rechts auf den Felsenweg ab. Damit ändert die Wanderung ihren Charakter. Hatten wir bisher freie Sicht über den Skihang vom Seebuck bzw. hinunter bis zum Feldberger Hof, bestimmen nun dicht stehende Fichten das Bild. Die Landschaft ist hier wilder.

Mit ihren flachen Wurzeln halten sie Wanderern so manch eine Stolperfalle bereit,. So sollten wir besser aufpassen, wo wir hintreten. Weil der Felsenweg im Winter vereist und auf dieser Seite des Feldbergs Lawinengefahr besteht, ist er zudem nur vom Frühjahr bis in den Herbst hinein begehbar.

Holzscheiben als Überquerungshilfe
Quellbach der späteren Wutach
Farne und Totholz zwischen Seebuck und Feldsee

Der als schwieriger Weg gekennzeichnete Pfad aber lohnt sich. Denn hier geht es deutlich ruhiger zu als auf den Wanderwegen zu den verschiedenen Hütten rund um den Feldberg. Zudem lernen wir im Bereich des Feldseekars, wo einige abgestorbene Fichten in den Himmel ragen, was diese Totholzinseln so wertvoll für den Wald macht. Denn zahlreiche Flechten, Pilze und Tiere, vor allem Insekten, haben sich auf absterbende und tote Bäume spezialisiert. So ist etwa der im Schwarzwald nur seltene Dreizehenspecht auf diesen Lebensraum angewiesen.

Totholzinsel am Feldberg
Farne und Hochstauden säumen den Felsenweg am Feldberg
Westweg zwischen Feldsee und Feldberg

Aufstieg zum Grüblesattel

Westweg zwischen Feldsee und Seebuck
Westweg direkt unterhalb des Grüblesattels

Nach etwa einem Kilometer endet der Felsenweg beim Wegweiser Unterm Grüble (1321 m). Hier treffen wir auf den Westweg, dem wir bergauf bis zum Grüblesattel folgen. Auf dem Weg dorthin wandern wir durch einen an vielen Stellen lichten Nadelwald. Beiderseits des Wegs wachsen Farne , Heidelbeeren und Hochstauden. Mit etwas Glück findet man im Sommer auch Gelben Enzian in Blüte.

Westweg beim Feldberg
Grau-Heide (Erica cinerea)

Schließlich öffnet sich der Wald und sehen wir vor uns bereits den Grüblesattel. Anstelle der Heidelbeeren ist es nun das Heidekraut, welches unsere Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Wer wie wir die Wanderung an einem windigen Tag (und bei Wanderungen am Feldberg ist es meistens windig) begeht, wird außerdem bald merken, dass es hier oben deutlich kühler ist. Zumindest fühlt es sich so an. Die schönen Ausblicke über das Naturschutzgebiet zum Höchsten zu unserer Rechten sowie zum Seebuck mit dem Feldbergturm und dem markanten Bismarckdenkmal links von uns aber entschädigen für die Gänsehaut.

Grüblesattel
Rindviecher auf dem Westweg

Nach anderthalb Stunden (ab der Seebuckhütte) erreichen wir dann auch schon den Grüblesattel (1419 m). Wer will, kann einen Umweg auf den Gipfel des Feldbergs machen und von dort über die Sankt-Wilhelmer-Hütte und Todtnauer Hütte zurück zum Haus der Natur laufen. Wir aber nehmen den direkten Weg und folgen damit der Westwegvariante und dem Klarmayer-Weg über den Seebuck zurück zum Ausgangspunkt.

Seebuck mit Bismarck-Denkmal und Feldbergturm
VG Wort
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