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Wanderung vom Schluchsee ins Muchenland

Rundwanderung ab der Staumauer über Blasiwald

Blick von der Staumauer auf den Schluchsee
rechts der Staumauer beginnt die Wanderung ins Muchenland

Wer schon mehrmals am Schluchsee gewandert ist, weiß wie schnell sich die Wege direkt am See füllen. Das gilt auch für die Wanderungen, die bei der Staumauer beginnen. Doch wie an vielen Orten gibt es auch hier einen Ausweg: das Muchenland. Es wurde erst Ende des 16. Jahrhunderts besiedelt und liegt bis dato etwas abseits der viel frequentierten Wege.

Die ersten Bewohner waren zwei Glasmeister, die in dem entlegenen Tal eine Glashütte errichteten. Die Entwicklung des Muchenlands entspricht damit einer für die damalige Zeit typischen Art der Besiedlung. Denn der schier unstillbare Holzhunger der Glashütten zwang die Handwerker, in immer neue Regionen des Schwarzwalds vorzudringen.

Schluchsee-Staumauer
Seehofkapelle bei Schluchsee-Eisenbreche

Wir starten diese Wanderung direkt bei der Schluchsee-Staumauer. Nachdem wir die riesige Talsperre überquert haben, sehen wir rechts von uns das Ausflugslokal Müllers an der Staumauer. Wir jedoch biegen scharf links auf einen leicht übersehbaren Mittelweg ab und folgen diesem in den unteren Bereich der Mauer.

Etwas oberhalb der Schwarza - oder dem, was die Schluchseewerke von dem Bach übrig gelassen haben - schwenkt der Pfad nach Westen und verläuft durch einen lockeren Waldbestand. 350 Meter weiter mündet von links ein zweiter Weg in unseren. Gleich danach ist Blasiwald Eisenbreche erreicht.

Bächle im Blasiwald
Wanderweg in Blasiwald-Sommerseite
Lupine im Blasiwald

Neben wenigstens zwei Gasthäusern befindet sich dort ein alternativer, auch mit dem Bus erreichbarer Einstiegspunkt in die Wanderung. Der Weg führt direkt am Modellbahnzentrum Schluchsee vorbei. In dem Gebäude sind zwei Modellanlagen in H0 und N sowie drei Kinderspielanlagen untergebracht.

Als Vorlage für die liebevolle Gestaltung dienten die Höllental- und die Dreiseenbahn, auf denen die charakteristischen Doppelstockzüge, aber auch eine Dampflok verkehren. Besucher können über verschiedene Knöpfe Seilbahnen, Mühlräder, Sägen, Baustellen und vieles mehr in Bewegung setzen.

Blasiwald-Sommerseite
Wanderweg von Blasiwald-Sommerseite ins Muchenland

In Eisenbreche biegen wir zwischen dem Modellbahnzentum und dem Gasthaus Zum Locheri rechts ab. Damit folgen wir dem Mittelweg und passieren nach wenigen Schritten wir die Seehofkapelle.

Die um das Jahr 1600 gebaute Kapelle stand einst beim ehemaligen Gasthaus Seehof am Schluchsee. Im Zuge der Anstauung des Sees im 1931 erfolgte die Umsetzung an den Standort in Eisenbreche.

Einzelhof in Blasiwald-Sommerseite
Hütte beim Krummenkreuz

Wanderweg von der Sommerseite ins Muchenland

Sowie die letzten Häuser von Blasiwald-Eisenbreche hinter uns liegen, zweigen wir mit dem Mittelweg links von der Straße ab. Nachdem wir das Habsmoosbächle überquert haben, führt der Weg entlang des Bachs durch den Wald und an einem Fischteich vorbei zurück zur Kreisstraße.

Hier sehen wir vor uns die Bushaltestelle Blasiwald-Sommerseite. Wir überqueren die Straße, verlassen wir den Mittelweg und folgen nun der gelben Raute ins noch zweieinhalb Kilometer entfernte Muchenland. Damit geht es immer leicht bergan durch das Siedlungsband von Blasiwald Sommerseite.

Brunnen und Brückle im Muchenland
Krummenkreuz
Wanderweg durch das Muchenland

An sich führt der Wanderweg durch ein idyllisches Tal. Leider aber passieren wir auf der schwach befahrenen Straße ein Gebäude nach dem anderen und haben die Bewohner eine Vorliebe für weiße Zaunbänder. Zusammen mit den Freileitungen bekommen wir den Eindruck einer regelrecht zerschnittenen Landschaft.

Erst, als wir das Quellgebiet vom Habsmoosbächle und gleich danach den Waldrand erreicht haben, verschwinden die vielen Zäune aus unserem Sichtfeld. Gut 200 Meter ist dann auch schon der Muchenland Park- und Rastplatz erreicht, wo wir auf die vierte Etappe vom Schluchtensteig treffen.

Krummenkreuzbrunnen
Wanderweg vom Muchenland zum Unterkrummenhof

Die Orientierung ist nun kinderleicht. Einfach rechts ab und fortan dem Schluchtensteig-Symbol erst am Waldrand an den wenigen Häusern und dem Forsthaus von Muchenland, dann durch den Wald über den Muchenländer Brunnen (rechts) zur Krummenkreuz-Hütte folgen.

Bei der auf einer Lichtung gelegenen Hütte erreichen wir beim Krummenkreuz den mit 1150 Metern höchsten Punkt sowohl dieser Wanderung als auch des Schluchtensteigs. Neben der Hütte gibt es eine zweite Rastmöglichkeit: einen Kilometer weiter öffnet sich bei dieser die Sicht auf den Schluchsee.

Blick von Oberkrummen auf den Schluchsee
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