Genießerpfad Ibacher Panoramaweg

Ausblicke und Fernsichten vom Genießerpfad zu den Alpen

Der Genießerpfad Ibacher Panoramaweg zählt für uns zu den schönsten Wanderungen im Hotzenwald. Auf einer Höhe zwischen 900 und 1100 Metern eröffnet er uns eine ganze Reihe reizvoller Aussichten über das Ibacher Hochtal. An mehreren Punkten rücken die Gipfel vom Hochschwarzwald ins Bild. Wenden wir uns nach Süden, reicht die Sicht bis zu den Schweizer Alpen.

Der Startpunkt zu dieser Wanderung befindet sich bei der Kohlhütte nahe der Landstraße von St. Blasien nach Todtmoos. Wo heute der Kohlhüttenplatz als Wanderparkplatz und Grillplatz dient, befand sich früher eine Köhlerei. Zum Teil lassen sich die Stellen, an denen die Köhler früher ihre Kohlenmeiler betrieben hatten, noch immer an den schwarzen Stellen im Boden erkennen.

Kohlhütte oberhalb Ibach
Genießerpfad Ibacher Panoramaweg

Als Premiumwanderweg ist der Ibacher Panoramaweg in beide Richtungen beschildert. Schöner finden wir es, den Genießerpfad im Uhrzeigersinn zu erleben. Damit führen uns die ersten Schritte vom Kohlhüttenplatz zu einem Brunnen, wo wir rechts abbiegen und ein kurzes Stück etwas unterhalb der Landstraße laufen. Zugleich wandern wir hier dem Schluchtensteig entgegen.

Bei der Bushaltestelle »Abzweig Ibach« kreuzen wir die K6525. Nach 200 Metern entlang der Kreisstraße schwenkt der Genießerpfad erst leicht nach Norden, um dann einen Linksbogen um eine Gehölzgruppe zu beschreiben. Am frühen Vormittag, wenn die Sonne flach über die Kuppe rechts von uns strahlt, ist dieser Abschnitt besonders reizvoll.

Wanderung auf dem Ibacher Panoramaweg
Kreuz beim Aussichtspunkt Lampenschweine
Schmalblättriges Weidenröschen (Epilobium angustifolium)

Sowie der Pfad endet, folgt rechts ein Abschnitt auf einer bituminierten Straße. Nach gut 350 Meter verlassen wir diese beim Wegweiser Wachtbühl aber schon wieder und folgen, scharf links, der Bollenhut-Markierung der Genießerpfade in eine nun immer reizvollere Landschaft. Am Wegrand wechseln sich Weidenröschen, Ebereschen wie auch kleine Waldstücke ab. Zudem eröffnen sich uns hier erste schöne Ausblicke über das Ibacher Hochtal.

Sowie wir den Wegweiser Langwinkel passiert haben, zweigt links ein Pfad zum Rastplatz Lampenschweine ab. Hier sollten wir unbedingt eine erste Pause einlegen. Bei klarer Sicht reihen sich im Süden die Alpengipfel vom Selbsanft (3029 m) im Osten bis zum Oldenhorn (3123 m) im Südwesten der Schweiz auf. Neben dem Kreuz befindet sich eine Himmelsliege. Da es auch eine Aussicht nach Norden zum Herzogenhorn und Seebuck gibt, lässt sich diese nach Belieben drehen.

Panoramatafel beim Aussichtspunkt Lampenschweine
Landschaft am Ibacher Panoramaweg

Ibacher Friedenskreuz

Ibacher Friedenskreuz
Alpenpanoramatafel beim Ibacher Friedenskreuz

Nach den wunderschönen Eindrücken beim Kreuz Lampenschweine führt uns der Ibacher Panoramaweg durch einen Laubmischwald mit hohem Buchenanteil. Sowie wir eine Lichtung überquert haben, kommen wir beim Wegweiser »In den Bergen« zu einer Schutzhütte. Zwei bis drei Minuten später verlassen wir den Wald und öffnet sich bei »Beifang« erneut die Sicht über das Ibacher Hochtal.

Als Nächstes nimmt der Ibacher Panoramaweg Kurs auf das Ibacher Friedenskreuz. Auch hier laden Bänke und eine Himmelsliege zum Verweilen ein und reicht die Sicht nach Süden bis zu den Schweizer Hochalpen. Wenn es das Wetter zulässt, sind direkt voraus Eiger, Mönch und Jungfrau gut zu erkennen. Beim bestimmen der weiteren Gipfel hilft eine aufwendig gemalte Panoramatafel.

Wanderweg Genießerpfad Ibacher Panoramaweg
Genießerpfade sind in beide Richtungen wanderbar.
Bewaldeter Abschnitt auf dem Ibacher Panoramaweg

Insgesamt zählt der Rastplatz beim Ibacher Friedenskreuz zu den schönsten, die wir bisher im Schwarzwald entdeckt haben. Und er wird in den nächsten Jahren sicher noch schöner: denn rund um das Kreuz wurden mehrere Birken gepflanzt, die erst noch wachsen müssen, die den Platz dann aber angenehm beschatten werden. Auch deshalb wird auch der Schluchtensteig schon jetzt über das Friedenskreuz umgeleitet. Der Abstieg erfolgt anschließend über die Ostseite der 1078 m hohen Bergkuppe. Bald mündet der eigens für den Genießerpfad angelegte Weg in eine landwirtschaftliche Straße.

Rechts ab, kommen wir als Nächstes zum Wanderparkplatz Schorrmättle (GPS: 47.7439, 8.0747), einem alternativen Einstiegspunkt zu dieser Tour. Wer eine Einkehr in die Runde einbauen oder abkürzen möchte, kann bei dem Parkplatz rechts abbiegen und der Kreisstraße hinunter nach Oberibach folgen. Ab dem Rathaus von Oberibach leitet einen die Beschilderung dann wahlweise über »Platz« und »Schwyz« nach Schwand oder »Unteribach/Kirche« zur Engländerhütte zurück auf den Ibacher Panoramaweg. Auch die Rückkehr mit dem Bus zum Ausgangspunkt ist bei allerdings nur wenigen Verbindungen möglich.

Aussicht beim Ibacher Friedenskreuz

Ibacher Weidfelder und Moor am Panoramaweg

Ab dem Parkplatz Schorrmättle folgt der Genießerpfad 100 Meter links der K6525. Dann überqueren wir die Kreisstraße, nehmen die paar Schritte hoch zum Schorrmättle und kommen damit direkt in das Schutzgebiet der Ibacher Weidfelder. Geprägt werden sie von Borstgrasrasen und Flügelginsterweiden, welche früher auf den Hochlagen vom Hotzenwald weit verbreitet waren.

Nach der Besiedlung des Hotzenwalds wurden die südlich ausgerichteten Hänge vielerorts als Allmendweide durch die Allgemeinheit genutzt. Sobald der Schnee dem Frühling Platz machte, wurden hier vor allem Ziegen von den nahe Höfen hinauf getrieben. Die Beweidung und der Verbiss durch die Tiere führte dazu, dass nur wenige Bäume auf den offenen Weiden aufwuchsen.

Weidfelder am Ibacher Panoramaweg
Rastbank am Genießerpfad Ibacher Panoramaweg

Nachdem diese historische Bewirtschaftungsform aufgegeben wurde, machten sich Birken, Pappeln, Faulbaum und Fichten auf den brach liegenden Parzellen am Gaisberg breit. Bis ins Jahr 2006 waren weite Teile der alten Weidfelder dicht zugewachsen und die typische Vegetation der Weidfelder mit Zwergsträuchern, Wacholder und dem stellenweise Vorkommen von Arnika am Waldrand verschwunden.

Durch das LIFE-Projekt der Europäischen Union wurde diese Entwicklung gestoppt und der Waldbewuchs wieder zurückgedrängt. Dabei ließ man bewusst einige gut gewachsene Fichten stehen. Sie dienen den Tieren als Unterstand und beleben das heute wieder attraktive Landschaftsbild. Anstelle der Ziegen weiden nun allerdings Rinder auf den Hängen und tragen dazu bei, die Landschaft offen zu halten.

Wanderweg im Bereich Vorder-Ibach
Ibacher Moor
Genießerpfad im Bereich südlich Brendenkopf

Im Bereich Hohrütte trennen sich die Wege vom Schluchtensteig und Ibacher Panoramaweg. Während der erste Kurs auf den Lehenkopf nimmt, trennen uns noch 400 Meter bis zur Engländerhütte, einem weiteren, diesmal eher schattigen Rastplatz am Genießerpfad. Wer diesen auslässt, kommt nach gut 600 Metern zur dritten und letzten Himmelsliege dieser Runde. Im Schatten mehrerer Kiefern bietet sich uns damit ein weiteres lauschiges Plätzchen für eine Rast. Der Blick geht hier von Norden über die Weidfelder und das Hochtal von Ibach.

Alle Plätze schon belegt? Kein Problem. Bis zum nächsten schönen Aussichtspunkt mit zwei weiteren Bänken sind es nur wenige Minuten. Von dem etwas abseits vom Weg gelegenen und mit Zwergsträuchern gesäumten Platz geht es schließlich hinunter an die Ortsstraße und, links ab, am Zentrum Neuenzell vorbei zum schönsten Bushäusle vom Schwarzwald. In dem liebevoll eingerichteten Häusle gibt es einiges zu entdecken, über Einträge ins Gästebuch freut sich die Inhaberin.

Das schönste Bushäusle im Schwarzwald

Von Vorderibach folgen wir dem Genießerpfad über den Wegweiser Schwammatt ins Ibacher Moor. Hier befinden wir uns auf dem südlichsten Abschnitt des Ibacher Panoramawegs. Wo ein Bach unseren Weg kreuzt, ist eine Furt angelegt. Für Wanderer gibt es links eine Brücke, sodass wir die Furt trockenen Fußes meistern können. Andere Brücken ermöglichen uns einen kurzen Blick in die empfindliche Moorvegetation sowie über größere Ansammlungen von Entengrütze und »s' Moorbänkle« bietet eine weitere Möglichkeit, die Tour mit einer Pause zu unterbrechen.

Schließlich schwenkt der Genießerpfad wieder nach Norden. Hier zahlt es sich aus, dass wir den Panoramaweg im Uhrzeigersinn wandern. Denn während wir uns nun die meiste Zeit im Schatten des Waldes bewegen, liegen die Aussichtsplätze vom ersten Abschnitt nun in der prallen Mittagssonne. So können wir locker zurück zum Ausgangspunkt laufen und, wo immer der Weg an Waldrand schwenkt, weitere Aussichten über das Ibacher Hochtal genießen. Über den Schwandwaldweg kommen wir schließlich wieder zur Kohlhütte, wo diese abwechslungsreiche Wanderung endet.

Anfahrt und Anforderungen der Wanderung auf dem Panoramaweg

Die Anfahrt erfolgt über die B 500 Waldshut-Tiengen - Titisee-Neustadt bis Häusern. Dort auf die L 149 Richtung St. Blasien abbiegen. Von der Umgehungsstraße nach links in die L 150 Richtung Todtmoos abzweigen. Der Landstraße knapp 6,5 km über die Hochfläche folgen. Der Wanderparkplatz befindet sich von St. Blasien aus gesehen links der Straße am Waldrand.

Von St. Blasien und Todtmoos fahren die Buslinien 7321 und 7324 zur Haltestelle Abzweig Ibach nahe dem Startpunkt.

Ausgangspunkt Wanderparkplatz Kohlhütte bei Oberibach
Koordinaten N 47.7463, E 8.0437
Gehzeit 3.30 bis 4 Stunden
Distanz 11,8 km
Anstiege ca. 350 HM
Grad T2
Einkehr etwas abseits der Strecke Gasthaus Adler
gps-Daten Wanderung Ibacher Panoramaweg gpx
kml-Daten Wanderung Ibacher Panpramaweg kml

Wanderkarte Genießerpfad Ibacher Panoramaweg

Höhenprofil

Steigungsprofil

VG Wort